RAW & COOKED

Jürg Solothurnmann, alto & aoprano saxes
Michel Wintsch, piano
Christian Wolfarth, percussion

RawCooked1Der Berner Saxophonist Jürg Solothurnmann und der Zürcher Perkussionist Christian Wolfarth spielen schon seit 1991 regelmässig zusammen – bis 2004 auch im Trio Raw & Cooked mit dem süddeutsche Pianisten Uli J. Kieckbusch. Nach ein paar Jahren Unterbruch erlebte das Trio kürzlich eine Renaissance, nun mit dem Genfer Pianisten Michel Wintsch, der mit Solothurnmann und Wolfarth seit etlichen Jahren auch in anderen Projekten arbeitet. Die drei verfügen über eine umfangreiche Erfahrung mit Komposition, Konzepten und spontaner Erfindung. Raw & Cook hat sich in jüngerer Zeit vor allem auf den letzten Aspekt konzentriert. Die Mentalität dieses Trios widerspiegelt in pfiffiger Manier die Vielfalt der heutigen Musik und ist daher kaum mit einem Begriff zu beschreiben. Verschiedene Einflüsse werden integriert oder miteinander in einen Diskurs gebracht: neue Jazztendenzen, Avant-Rock, Free Music, moderne Klassik und ethnische Stile aus Asien und Afrika. Im Prinzip ist alles möglich, solange es als passend befunden wird. Mit Humor wird da manchmal nicht nur Musik, sondern auch mit allerlei Bezügen gespielt. Nahrung für Herz und Kopf - egal ob roh oder gekocht!

R&C hat bisher Konzerte in der Schweiz und Deutschland gegeben.

Jürg Solothurnmann – Alto & Soprano Saxophones

RawCooked2Michel Wintsch – Piano
Der schier unerschöpfliche Einfallsreichtum des Pianisten und Komponisten Michel Winsch entspringt seinem grossen, vielfältigen Background. Sein Ansatz ist synkretisch und gleichzeitig poetisch: Er verbindet die Jazztradition mit der rohen Kraft des „progressiven“ Rock, lockere, freie Improvisation mit der Diszlin der orchstralen Komposition, intuitive Virtuosität mit digitalem Editing und Mixing. Eine kompositorische Haltung, welche den Mitmusikern offenen kreativen Raum belässt und doch einen Stil formuliert, der gans sein eigener ist. Musik ganz im Hier und Jetzt, kaum klassifizierbar und wandelbar. Musik, die unsere Ratio ebenso anspricht wie unsere Fantasie: brandneu, aber vertraut. Musik, die andauert und doch immer wieder überrascht.

1964 in der Schweiz geboren, begeisterte ihn die Musik schon als Kind. Aber auch dann schon rebellierte er gegen die Limitiertheit der Schulmusik. Mit der Zeit wurde das Klavier sein tägliches Vergnügen, eine lebensnotwendige ästhetische Aktivität. Kreativität war seine Lebensweise. Seine Arbeit umfasst Musik für Filme (besonders für den Schweizer Fimregisseur Alain Tanner), für Radio, TV und Theater. Er vertonte Texte von Marguerite Yourcenar und schrieb die Oper „Ma Barker“. Seine ersten Auftritte hatte er mit der Rockband Monkey’s Touch, die in den 80er Jahren regelmässig auf Tournee war. In neuerer Zeit arbeitet er mit experimentierenden Improvisatoren wie Fred Frith, Martin Schütz, Michel Doneda und Ray Anderson und mit The WHO Trio zusammen mit Gerry Hemingway und Bänz Oester, dem Trio WWW u.a. Die unzähligen Momente der Begegnungen, des Austauschs und der gemeinsamen Tournee haben Michel Wintschs Musik ihre eigene unverkennbare Note verliehen.
MichelWintsch

WolfarthChristian Wolfarth – Percussion
BILD WOLFARTH R Wolfarth ist ein Musiker, der Sensibilität und Technik zu gleichen Teilen zusammenbringt und in eindrucksvoller Weise die Möglichkeiten des Schlagzeug-Spiels erkundet. Im Gegensatz zu vielen zeitgenössischen Schlagzeugern hat sein Instrumentarium nie mit elektronischen Geräten erweitert, aber seit Jahren folgt er einer Aesthetik, die in gewissem Sinne als "elektronisch" bezeichnen werden kann. Reduktion spielt in Wolfarths Musik eine grosse Rolle, ebenso die fast obsessive Liebe zum Detail und die grosse Palette klanglicher Möglichkeiten. Diese hat er in den vergangenen 15 Jahren mit intensivem Solo-Spiel entwickelt. Seit den 1980er Jahren konzentriert er sich auf verschiedene Arten des neusten Jazz und der improvisierten Musik.

Wolfarth wurde 1960 in Zürich geboren. Er begann, nach kurzen Versuchen an der Gitarre und am E-Bass, Schlagzeug in Rock-Bands zu spielen, bevor er mit Billy Brooks an der einstigen Swiss Jazz School in Bern und später mit Pierre Favre am Konservatorium in Luzern studierte. Daneben nahm er Kompositionsunterricht bei Siegfried Kutterer in Basel.

Kollaborationen mit John Butcher, Gene Coleman, Bertrand Denzler, John Edwards, Donat Fisch, Christoph Gallio, Charlotte Hug, Jason Kahn, Hans Koch, Tomas Korber, Annette Krebs, Urs Leimgruber, Lé Quan Ninh, London Improvisers Orchestra, Paul Lovens, Werner Lüdi, Albert Mangelsdorff, Michael Moser, Günter Müller, Andrea Neumann, Lucas Niggli, Evan Parker, Simon Picard, Irène Schweizer, Alex von Schlippenbach, Martin Siewert, Jürg Solothurnmann, Daniel Studer, Michael Vorfeld, Christian Weber, Chris Wiesendanger, Michel Wintsch, Alfred Zimmerlin und vielen anderen.

Daneben arbeitet Wolfarth regelmässig mit Tanz-und Literaturschaffenden zusammen. 2006 erhielt Christian Wolfarth das Werkjahr von der Stadt Zürich.
ChristianWolfarth

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